Hinter den Kulissen der Wiesn

Dieses Jahr konnte ich als Stadträtin und OB-Kandidatin einen Blick hinter die Kulissen der Wiesn werfen – und bin beeindruckt, wie Polizei, die „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ und die MVG jedes Jahr aufs Neue für Millionen Besucher*innen einen reibungslosen und sicheren Oktoberfestbesuch ermöglichen.

Meine persönliche Wiesn begann dieses Jahr mit einem besonderen Highlight: Beim Einzug der Wiesnwirte konnte ich auf der Kutsche der Kleinen Wiesnwirte mitfahren. Ich fand das sehr passend, sind es doch gerade die Kleinen, die die Vielfalt auf die Wiesn bringen und beim Thema Nachhaltigkeit vorangehen.

Mein erster Wiesnbesuch galt dann der „Sicheren Wiesn für Mädchen und Frauen“ – die Aktion setzt sich jedes Jahr dafür ein, dass Frauen und Mädchen auf der Wiesn sich genauso frei bewegen können wie Männer. Um auf das Thema sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen, sprechen sie Frauen und Männer an und bieten eine Anlaufstelle für Frauen, die Hilfe benötigen. Als Frau kenne ich die Probleme, die überall und gerade auch auf der Wiesn entstehen. Hier müssen endlich alle Besucher*innen sensibilisiert werden, sodass alle sich solidarisch zeigen – und für Täter*innen kein Platz bleibt.

Mein nächster Stopp bracht mich zu Norbert Grünleitner, einem Münchner Original (obwohl er eigentlich Ebersberger ist). Seine markigen Sprüche über die Lautsprecher des U-Bahnhofs Theresienwiese haben Kultstatus erreicht. Und doch sind auch sie Teil eines ausgeklügelten Sicherheitskonzepts – denn mit seinem breiten Bairisch und seinen Witzen deeskaliert er, wo Alkohol und Menschenmengen aufeinandertreffen. Mit zahlreichen Mitarbeiter*innen schafft es die MVG jedes Jahr über drei Millionen Besucher*innen zur und von der Theresienwiese weg zu schaffen – und das bisher ohne Zwischenfälle!

Die letzte Station war die Wiesnwache – die vorübergehend größte Polizeidienststelle Bayerns! Dort zeigte mir der Leiter Christian Wittstadt, wie das abgestufte Sicherheitskonzept fürs Oktoberfest aussieht. Die Polizeibeamt*innen – die übrigens fast alle Münchner*innen sind – sind supermotiviert für den Einsatz und bereiten ihn das ganze Jahr über vor. Für ihren Einsatz für Münchens Sicherheit nicht nur während der Wiesn hab ich mich beim Polizeipräsidenten Hubertus Andrä nochmal explizit bedankt!

Insgesamt ist die Wiesn jedes Jahr ein Riesenaufwand für alle kommunalen Dienste. Nur durch ihr leidenschaftliches Engagement können die Münchner*innen und ihre Gäste so entspannt feiern – danke Euch und Ihnen!