Besuch Virginia-Depot mit Toni Hofreiter

Das Virginia Depot ist eine der größten unbebauten Flächen in München – und ein wahrer Schatz der Artenvielfalt. Mit dem Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Toni Hofreiter und dem Landesbund für Vogelschutz konnte ich es besuchen.

Von außen erscheint das Virginia-Depot weniger wie eine ökologisch wertvolle Fläche als eine vergessene Brache. Zäune umfrieden das etwa zwanzig Hektar große Areal, das weit über hundert Jahre bis in die Neunzigerjahre militärisch genutzt wurde. Seit dem hat sich dort eine beeindruckende Artenvielfalt entwickelt, mit die höchste im ganzen Stadtgebiet. Die Expert*innen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) pflegen das Areal inzwischen seit bald 20 Jahren und für Toni Hofreiter, den promovierten Diversitätsbiologen, ist es ein wahres Heimspiel. „Die Städte können einen wichtigen Beitrag gegen das drohende sechste Massensterben leisten“, stellt er völlig richtig fest.

Der LBV setzt sich zudem seit Jahren dafür ein, dass das Gelände als Naturschutzgebiet eingestuft werden. Für die Entwicklung und Öffnung des Gebiets sollte die Stadt das Gelände dem Bund abkaufen – was diese aber bisher verweigert. Hierfür müsste auch die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA) anders aufgestellt werden – sie muss „muss am Gemeinwohl statt am schnellen Gewinn für den Finanzminister ausgerichtet werden“, wie Toni seine Unterstützung begründet.

Als Wald- und Wildnispädagogin sehe ich natürlich das Riesenpotential, das in diesem Gelände steckt! Münchner Jugendliche und Kinder haben oft keinen direkten Zugang zur Natur – und damit meine ich keine Parks. Die Öffnung des Virginia-Depots zumindest für Kinder und Jugendliche könnte ihnen ermöglichen, die zahlreichen heimischen Arten und einen gesunden Umgang mit der Natur kennenzulernen. Darum unterstütze ich die Ausweisung als Naturschutzgebiet und die behutsame Öffnung des Virgina-Depots für die Öffentlichkeit.