Kopenhagenblog

München soll bis 2035 klimaneutral sein: Das ist mein Ziel und Kopenhagen macht vor, wie es geht. Von den Besten lernen und dann entschlossen voran gehen. Das war schon immer die Devise. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als mich Jørgen Abildgaard, Kopenhagens Klimamanager, dazu eingeladen hat, einen Einblick in die Politik und Prozesse vor Ort zu bekommen.

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#KopenhagenBlog🇩🇰: München soll klimaneutral bis 2035 sein: Das ist mein Ziel, und Kopenhagen macht vor, wie es geht. Die dänische Hauptstadt hat mit @jorgenabildgaard einen eigenen Klimamanager, der mir Kopenhagens Plan skizziert hat, bereits 2025 klimaneutral zu sein. Was mich besonders beeindruckt hat: Politik, Stadtgesellschaft und Wirtschaft ziehen in Kopenhagen an einem Strang und haben sich auf mutige Schritte geeinigt – schon vor zehn Jahren. . Inzwischen ist der Verkehr konsequent auf ÖPNV und Rad ausgelegt. Die Gebäude werden mit Wärme aus erneuerbaren Energiequellen versorgt, neue Wohngebiete sind klimaneutral angelegt und Müll wird konsequent getrennt und wiederverwertet. Dadurch ist es gelungen, den CO2-Fußabdruck in Kopenhagen pro Einwohner*in auf 2,3 Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Zum Vergleich: In Deutschland liegt er bei durchschnittlich 9 Tonnen, in den USA bei 16 Tonnen. . Das Besondere an Kopenhagens Klimaplan ist: Die Erfolge wurden nicht über Verbote oder Einschränkungen für die Bürger*innen erzielt. Sondern durch mutige Politik, die zuhört, erklärt, alle mitnimmt und ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt. Klimaschutz ist doch kein Selbstzweck, sondern eine Notwendigkeit, um unseren Kindern und Enkeln ein lebenswertes München zu hinterlassen.“ . #wählwasjetztzählt #kommunalwahl2020 #stadtratmünchen #katrin2020 #Oberbürgermeisterin #münchen #089 #münchenliebe #munichstagram #igersmunich #instamunich

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Das Besondere an Kopenhagens Klimaplan ist: Die Erfolge wurden nicht über Verbote oder Einschränkungen für die Bürger*innen erzielt. Sondern durch mutige Politik, die zuhört, erklärt, alle mitnimmt und ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt. Klimaschutz wird hier nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Notwendigkeit, um den Kindern und Enkeln eine lebenswerte Stadt zu hinterlassen.. Was mich besonders beeindruckt hat: Politik, Stadtgesellschaft und Wirtschaft ziehen in Kopenhagen an einem Strang und haben sich auf mutige Schritte geeinigt – schon vor zehn Jahren.

Und inzwischen ist der Verkehr konsequent auf ÖPNV und Rad ausgelegt. Die Gebäude werden mit Wärme aus erneuerbaren Energiequellen versorgt, neue Wohngebiete sind klimaneutral angelegt und Müll wird konsequent getrennt und wiederverwertet. Dadurch ist es gelungen, den CO2-Fußabdruck in Kopenhagen pro Einwohner*in auf 2,3 Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Zum Vergleich: In Deutschland liegt er bei durchschnittlich 9 Tonnen, in den USA bei 16 Tonnen.

Diese Stadt ist auch ein Paradies für Radfahrer*innen. Ich durfte mich selbst davon überzeugen, wie viel Spaß das Radeln machen kann, wenn die Radwege breit und komfortabel sind und nicht plötzlich auf stark befahrenen Straßen enden. In Kopenhagen fährt ganz selbstverständlich jeder und jede Zweite mit dem Rad in die Arbeit, zur Uni oder in die Schule. Und der konsequente Ausbau der Radinfrastruktur und der Öffentlichen Verkehrsmittel (viele Busse fahren im 2-Minuten-Takt) dazu geführt, dass die Straßen leerer wurden und damit auch die Autos wieder schneller vorankommen. Das ist auch mein Plan für München: Indem wir das Radeln und den ÖPNV attraktiver machen, kommen diejenigen Menschen, die mit dem Auto fahren wollen oder darauf angewiesen sind (z.B. Handwerker*innen oder Mobilitätseingeschränkte), wieder schneller voran.

Was nicht so bekannt ist: Kopenhagen ist auch ein Beispiel dafür, wie Stadtentwicklung so umgesetzt wird, dass alle profitieren. Nachhaltigkeit ist hier die Basis aller städtischen Planungen. Heißt zum Beispiel verpflichtende klimafreundliche Mobilitätskonzepte für alle Neubaugebiete. Außerdem traut man sich an die kreative Aufwertung von bestehenden Gebäuden: Die deutsche Botschaft am Hafen war zum Beispiel mal ein Getreide-Silo, das blaue Gebäude ist eine Schule verkleidet mit Photovoltaikanlagen! Und hier werden auch einfach mal coole Ideen für lebendige Viertel wie Spielplätze auf Parkhäusern umgesetzt, ohne dass der Stadtrat das große Bibbern bekommt. In München müssen wir uns auch wieder mehr trauen, dann fahren bei uns auch bald wieder die Menschen mit einem Lächeln und großen Augen durch die Viertel!

Was für ein genialer Tag in Kopenhagen! Mutige Architektur, überall sicheres und entspanntes Radeln und eine ganze Stadt, die so schnell wie möglich klimaneutral werden möchte. Ich konnte hier so viele spannende Eindrücke und Ideen für unser München sammeln. Packen wirs an?