Soll München in die Höhe wachsen?

Soll München in die Höhe wachsen? Konkret wird diese Frage gerade an der Paketposthalle in Neuhausen-Nymphenburg debattiert. Ein Investor plant, das Areal neu zu entwickeln und auch zwei Hochhäuser zu errichten. Den Entwurf kennt ihr vermutlich schon. Anfang Februar habe ich das Bürger*innengutachten entgegengenommen, das aufgrund der stadtweiten Bedeutung des Projekts erstellt wurde. Per Zufallsverfahren wurden 112 Münchner*innen bestimmt (wir haben auf einen Querschnitt der Bevölkerung geachtet), die sich intensiv mit den Plänen zur Paketposthalle, den Hochhäusern und den Freiflächen beschäftigt haben. Und das sind die wichtigsten Forderungen der Bürger*innen:

🚶‍♀‍ Ein nachhaltiges Quartier mit innovativem, autoarmem Mobilitätskonzept schaffen.

🌳 Mehr Grün- und Freiflächen im Paketpost-Areal bereitstellen

.✍ Den bestehenden Masterplan weiterentwickeln.

🏙 Die Hochhäuser bauen, aber gegebenenfalls architektonisch überarbeiten.

📦 Die Nutzung und den Betrieb der Paketposthalle klären.

ℹ️ Der Öffentlichkeit mehr Informationen über die Entwicklung des Paketpost-Areals zur Verfügung stellen.

Ich finde, Hochhäuser können spannend sein, zumal in einer Stadt mit so hoher Flächenknappheit wie München. Ob ein Hochhaus eine Bereicherung für ein Viertel ist, hängt für mich nicht davon ab, ob es 90 Meter hoch ist oder 110 Meter. Es geht darum, ob bezahlbarer Wohnraum entsteht, ob das Gebäude nach ökologischen Kriterien errichtet wird, wie es auf die Nachbarschaft einwirkt und ob es einen architektonischen Mehrwert bietet. Die Sorge einiger Menschen um das historische Stadtbild ist erstmal ein verständlicher Reflex. Aber Städte, die lebendig sind, verändern sich permanent, auch in ihrer Optik. Wenn wir aufhören, unsere Stadt mutig zu gestalten, bekommt München einen musealen Charakter, und das passt nicht zu unserer Stadt.

Ihr wollt mehr zum Projekt wissen? Hier gibt’s alle Infos:
https://bg-paketpost-areal.de/