Das bin ich

Aus Franken gekommen,
wegen München geblieben

In Nürnberg bin ich geboren, nun aber schon seit zwei Jahrzehnten Münchnerin. Der Grund wie bei den meisten „Zugezogenen“: Ein neuer Job – in meinem Fall bei der Stadtparkasse. Das Schöne: Zuhause sein in München heißt, es gibt kein wir und die, egal woher man kommt und wie lange man in München lebt. Zuhause sein beginnt in München im Herzen. Und mein Herz schlägt hier für so vieles: Unsere vielen grünen Oasen lassen die Menschen auch in der Stadt nah bei sich sein, Münchens Kreativ- und Kulturangebot lädt täglich zum Nachdenken und Lachen ein und egal ob im Englischen Garten, auf der alten Utting, in der Aubinger Lohe oder am Königsplatz, ein gutes Gespräch unter freiem Himmel geht immer. Dazu die gelebte Weltoffenheit und die ganz eigene Mischung aus Moderne und Tradition. Natürlich teile ich auch die Fußballverrücktheit – und ja, Sympathien für den Club und die Sechzger vertragen sich hervorragend, denn beide Fangemeinschaften leben den Sport und haben ein großes Herz. Für mich war auf jeden Fall von Anfang an klar: Diese Stadt und ich, wir gehören zusammen.

München gibt viel,
München fordert viel

Ich kenne München. In meinen Jahren hier habe ich in vielen unterschiedlichen Stadtteilen gelebt und jedes Viertel hatte seinen ganz eigenen Charme. Von Schwabing bis Neuhausen, von Fürstenried bis zu meinem heutigen Zuhause in Aubing, wo ich mit meinem Mann Björn, meinem dreizehnjährigen Sohn und meiner zehnjährigen Tochter lebe. Als berufstätige zweifache Mutter kenne ich die herausfordernden Seiten dieser Stadt sehr, sehr gut. Auch ich wusste nicht wohin mit uns, als das zweite Kind kam. Auch ich habe monatelang vergebens um einen Kita-Platz gekämpft. Auch ich stehe bis heute am S-Bahn Gleis und an der Bushaltestelle und hoffe, dass ich es pünktlich oder überhaupt in die Arbeit schaffe. Diese Erfahrungen und den Blick für die täglichen Herausforderungen der Menschen in unserer Stadt trage ich jeden Tag in mir, wenn es um wegweisende politische Entscheidungen geht.

Mensch und Natur –
gemeinsam am stärksten

Wie viele in dieser Stadt liebe ich München sehr, brauche aber auch immer wieder die Natur. Meine Energie und gleichzeitig meine Entspannung finde ich ganz besonders beim Bergsteigen. Da kann ich meinen Sportlehrer-Papa einfach nicht verleugnen. Die Bewegung, die frische Luft, dann als Belohnung der Blick in die Weite, besser geht es nicht. Ob allein, mit meiner Familie oder als ausgebildete Wald- und Wildnispädagogin mit Naturverbundenen jeden Alters. Vor allem die Arbeit mit Jugendlichen gibt mir sehr viel zurück. Ich weiß, dass eine tiefe Verbindung zur Natur die Grundlage für ein nachhaltiges Leben vor allem auch in der Stadt bildet. Meine Kondition hole ich mir beim Laufen und auf dem Rennrad – für die Politik kann ich sie gut gebrauchen, da ist Beharrlichkeit und Durchsetzungsstärke nötig, aber keine Sorge: Langstrecke kann ich.

Grün – selber machen,
nicht nur zuschauen

Dass die Grünen meine Partei sind, war mir schon lange klar. Wer mich nach dem einen Tag fragt, würde folgende Antwort bekommen: Tschernobyl 1986. Die Panik meiner Eltern, die Angst um uns Kinder und die Erde, das werde ich nie vergessen. Jedes Kind wünscht sich seine Eltern stark und angstfrei – damals ein richtiger Schock für mich und der erste Moment, in dem ich realisiert habe: Wir Menschen können unsere Erde auch zerstören. Danach Fahrten durch Urlaubsländer, in denen sich das Plastik am Straßenrand türmte oder auch mein Biolehrer, der schon Anfang der Neunzigerjahre genau vorhersagen konnte, welche Tiere unsere eigenen Kinder nicht mehr kennenlernen werden. Ich war meine ganze Kindheit und Jugend von Menschen umgeben, denen der Schutz unserer Umwelt, der Berge, Flüsse, Seen, des Meers am Herzen lag. Und so ist das auch bei mir die stärkste Triebfeder für mein politisches Engagement. Als ich 2009 nach der Geburt meiner Tochter bei den Grünen eingetreten bin, wollte ich Verantwortung für den Schutz der Umwelt übernehmen, ich wollte vom Wählen zur konkreten Umsetzung von Klimaschutz kommen, auch um München für meine Kinder so zu erhalten wie es ist. Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich diesen Schritt auch nicht getan. Mein Mann und meine zwei Kinder sind Grund und Anker meines Tuns gleichzeitig. Für sie und mit ihnen bin ich am stärksten.

Die Grünen verstehen
nichts von …

… Wirtschaft! Diesen Satz habe ich schon tausendmal gehört. Nur: Er stimmt nicht! Generell, weil nachhaltiges Wirtschaften zukunftssicheres Wirtschaften bedeutet – und vor allem bei mir persönlich. Als gelernte Diplombetriebswirtin und durch meine jahrelange Arbeit bei der Stadtsparkasse verstehe ich was von Zahlen und habe einen Blick für die Belange der Münchner Unternehmen. Ich weiß: Wirtschaft ist keine Black Box, sie kann solidarisch und nachhaltig gestaltet werden. Und ich weiß: München ist Stadt der nachhaltigen Innovationen, seine Unternehmen der Politik teils schon weit voraus. Durch meine Berufserfahrung weiß ich am besten, wie grüne Ideen von alteingesessenen Unternehmen wie von Start-ups gleichermaßen praktisch umgesetzt werden können. Also, pack ma´s!

Spot off – Lösungen an!

Ich mache Kommunalpolitik, um mein Zuhause für alle Menschen in dieser Stadt besser zu machen. Hier sehe ich den Betroffenen meiner Politik täglich in die Augen. Das ist extrem motivierend. Zudem: Kommunalpolitik ist sachorientiert, hier kommt das Ergebnis vor dem großen Auftritt und der Ideologie, Teamwork ist keine leere Phrase – das entspricht meinem Naturell am meisten. Nur so kommen wir gesellschaftlich gemeinsam voran.

München engagiert sich

München lebt von einer starken Zivilgesellschaft – hier packen die Leute an, wenn sie etwas stört und die Politik zu langsam handelt. Das hat mir schon immer imponiert. Auch ich war schon vor meiner Stadtratstätigkeit aktiv, ob als Vorständin in der Eltern-Kind-Initiative, als Gründungsgenossin des Kartoffelkombinats oder im Münchner Anti-TTIP-Bündnis. Anpacken, nicht ärgern war das Motto. Zu sehen, was das eigene Engagement bewirken kann, ist der Kern jeder Demokratie. Nur gemeinsam mit einer starken Stadtgesellschaft bringen wir München dahin, wo es hinsoll. Das haben wir erst Kurzem wieder mal mit den erfolgreichen Radbegehren bewiesen!

München ist bereit …

… für seine erste grüne Oberbürgermeisterin! Die letzten Wahlen haben es bewiesen: München will grüne Inhalte. Konkrete und konsequente grüne Politik in München geht aber nur mit einer grünen Oberbürgermeisterin. Ich bin die, die nicht nur über Klimaschutz redet, sondern von Beginn an politisch dafür gekämpft hat und ihn konsequent umsetzen wird. Gerechtigkeit und soziales Miteinander müssen dafür das nötige Fundament bilden. Nach sechs Jahren als Stadträtin und fast zwei Jahren als Fraktionsvorsitzende in der Opposition reicht es mir jetzt nicht mehr, diese gelähmte Große Koalition bei allen großen Fragen vor uns herzutreiben. Da kommen die Kommunalwahlen 2020 genau richtig. Der Wettbewerb um die besten Ideen für Münchens Zukunft ist eröffnet!